Urlaub mit Hund im Oberallgäu

Eine Woche im Oktober 2018 mit drei Vierbeinern in Bad Hindelang (825 m. ü. NHN)

 

Bereits zum zweiten Mal haben wir uns für eine Woche auf die Reise ins schöne Allgäu zum Wandern mit unseren Hunden begeben. Die Anreise von knapp 670 Kilometern haben wir mit den nötigen Trink- und Gassipausen in gut 7,5 Stunden hinter uns gebracht und konnten somit direkt am ersten Nachmittag schon die Gegend erkunden und unsere Hunde mit den örtlichen Milchkühen, die nun nach dem Almabtrieb noch auf den Talwiesen weideten, vertraut machen.

Unsere Ferienwohnung „Rotspitze“ im Gästehaus Lisa Wittwer in Bad Oberdorf lag ideal: in wenigen Schritten konnten sich unsere Fellnasen lösen (positiv: überall standen Hundekotbeutelspender und Mülleimer).

Wir hatten uns für die Woche einiges vorgenommen, das tolle Wetter spornte uns zusätzlich an und somit haben wir viele schöne neue Wanderstrecken kennengelernt.

 

Tour 1 – Hirschberg

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns zunächst auf den Weg zu Café Polite, welches etwa nach einem leichten Aufstieg von einer knappen halben Stunde erreicht wurde. Dort entschieden wir uns weiter hoch zu gehen, um direkt das erste Gipfelkreuz der Reise abzuhaken. Nach gut zwei Stunden erreichten wir das Kreuz auf 1500m, trugen uns im Gipfelbuch ein, verweilten noch ein wenig und genossen die herrliche Aussicht. Anschließend stiegen wir hinab zur neuen Alpe Klank, wo wir uns bei Brotzeit und Getränken stärkten. Diese Hütte gibt es erst seit diesem Jahr, somit konnten wir direkt am ersten Tag etwas Neues kennenlernen. Nach einer ausgiebigen Rast ging es wieder hinunter ins Tal, wo wir unsere müden Knochen für den kommenden Tag schonten.

 

Tagespensum: 25900 Schritte – 18 km

 

 

Tour 2 – Vilsalpsee

Am zweiten Tag fuhren wir den Oberjochpass (Deutschlands kurvenreichste Straße) hinauf ins Oberjoch und von dort ging es weiter über die deutsch/österreichische Grenze nach Tannheim. Wir parkten auf einem der zahlreichen großen Parkplätze und machten uns zu Fuß auf den Weg zu unserem heutigen Tagesziel: dem Vilsalpsee. Der recht unbeschwerliche Weg führte uns über Wiesen und durch Wälder, so dass wir heute keinen enormen Aufstieg hatten, quasi eine Erholungstour nach Tag 1. Die Strecke war gut bevölkert und je näher man zum Ziel kam, um so mehr Menschen hatte man um sich, zwar nicht ganz das, was wir suchen, jedoch fanden wir am See ein schönes abgelegenes Plätzchen, so dass wir nicht mit den Busladungen voller Touristen in Berührung kamen und den wundervollen Ausblick genießen konnten. 

 

Tagespensum: 16000 Schritte – 12 km

                   

 

 

 

 

 

 

Tour 3 - Willersalpe (1456m)

Unser Auto parkten wir in Hinterstein auf dem öffentlichen Parkplatz, von wo auch der Bus zum Giebelhaus abfährt. Wir wanderten zunächst auf einem recht anspruchslosen Weg zum „Haus der Konstanzer Jäger“, welches wir nach ca. 45 Minuten erreichten. Pünktlich zur Öffnung waren wir da und konnten uns etwas stärken. Für die Hunde wurde seitens der Wirtin in Form von Wasserschalen bestens gesorgt! Die beiden hauseigenen Katzen sollte man im Auge behalten, aber glücklicherweise hatten unsere drei Fellnasen kaum Interesse an ihnen. Nach einer Stärkung gingen wir etwas zurück, ehe wir den Aufstieg zur Willersalpe in Angriff nahmen. Der Weg führte uns durch unterschiedliches Gelände, nach und nach wurde es steiler und auch anstrengender, jedoch wollten wir unbedingt unser Ziel erreichen, da wir noch nie auf dieser Alpe waren. Nach den letzten Metern im Wald erreichten wir die weiten Wiesen der Alpe, welche wir in gut 500m-Entfernung sehen konnten. Bei Ankunft nahmen wir draußen Platz und versorgten zunächst unsere Hunde, die sich tapfer geschlagen haben, mit Wasser. Ehe wir uns, ziemlich geschafft, eine ausgiebige Brotzeit und ein köstliches Engelbräu gönnten und das Panorama auf uns wirken ließen. Aber egal wie anstrengend der Aufstieg ist, man wird oben immer belohnt. Das scheinen auch unsere Hunde so zu empfinden, denn wir sind jedes Mal erstaunt, mit welchem Eifer sie Meter machen und scheinbar müheloser als wir den Berg hochkommen. Nach ein paar Erinnerungsfotos ging es wieder hinunter, denn wir wollten vor Einbruch der Dunkelheit wieder am Auto sein. Glücklich und beeindruckt vom Panorama des Hintersteiner Tals, sehnten wir uns der Abendruhe entgegen.

 

Tagespensum: 25000 Schritte – 17,2 km

 

 

Tour 4 – Imberger Horn

Die ersten drei Tage steckten uns in den Knochen und somit hatten wir heute ein paar Antriebsschwierigkeiten. Diese konnten jedoch nach einem ordentlichen Frühstück überwunden werden. Das Imberger Horn, sozusagen der Hausberg von Bad Hindelang ist zwar auch per Seilbahn zu bezwingen, aber wir waren ja zum Wandern da. Wir entschlossen uns also zum Aufstieg. Unsere Wanderstrecke ist im Winter als Rodelbahn präpariert und bietet tollen Schneespaß, sie ist jedoch auch zu Fuß ein schönes Erlebnis. Unser Tagesziel war heute die Bergstation der Hornbahn auf 1320m, welche wir recht entspannt erreichten. Bei Kaiserschmarrn genossen wir die herrliche Aussicht und planten gedanklich schon den letzten Tag. Nach dem Abstieg gönnten wir unseren drei Vierbeinern ihre wohlverdiente Ruhepause, während wir uns noch im Minigolf betätigten, ehe wir den Tag mit gutem Bayerischen Essen ausklingen ließen.

 

Tagespensum: 22000 Schritte – 15,5 km

 

Tour 5 – Ochsenalpe, Moorrunde

Zum Abschluss wollten wir noch mal eine etwas Neues kennenlernen und einigten uns darauf, noch einmal die 107 Kurven ins Oberjoch mit dem Auto abzuspulen und dieses dort dann stehen zu lassen. Die Moorhütte hatte leider geschlossen, die Runde durchs Moor drehten wir jedoch trotzdem. Hiernach schlenderten wir durch den Ort, um uns dann auf den Weg zur Ochsenalpe zu machen. Glücklicherweise konnten wir noch einen Platz auf der vollen Terrasse ergattern und hatten einen tollen Blick ins Tal auf Bad Hindelang. Wir machten noch einige schöne Fotos zum Abschluss, ehe wir zurück zum Auto wanderten und wieder hinunterfuhren.

 

Tagespensum: 13000 Schritte – 9 km

 

 

Am Morgen des letzten Tages wanderten wir ein wenig entlang der Ostrach, besuchten das Heimatmuseum, schauten uns im Ort um und kauften ein paar lokale Köstlichkeiten für die nächsten Tage zuhause. Nachmittags fuhren wir nochmal nach Hinterstein um dort noch einen kleinen Fußmarsch zum bekannten Kutschenmuseum (renoviert und erweitert) absolvierten, bevor wir am Abend leider schon wieder unsere Sachen packen mussten.

 

Dass es am Ende unseres Urlaubs insgesamt ca. 102.000 Schritte und etwa 80 gelaufene Kilometer waren, war eigentlich nicht geplant, erfreute uns natürlich trotzdem. Vor allem die Leistung unserer Hunde kann gar nicht hoch genug angesehen werden, sind sie zwar ausgiebige Spaziergänge gewohnt, aber natürlich nur in unseren flachen niederrheinischen Gefilden.

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